Nebenwirkungen

Hautprobleme bei der Krebstherapie gezielt lindern und vermeiden

Krebstherapien können Haut und Schleimhäute stark belasten. Doch gezielte Maßnahmen helfen, Beschwerden wie Juckreiz, Ausschläge oder das Hand-Fuß-Syndrom zu lindern und ihnen vorzubeugen.

Von Redaktion 21.07.2026 · 10:04 Uhr

Viele moderne Krebstherapien wirken sehr gezielt – dennoch betreffen Nebenwirkungen häufig auch die Haut. Trockene Haut, Juckreiz, Ausschläge oder schmerzhafte Veränderungen an Händen und Füßen können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Fachleute betonen jedoch: Mit der richtigen Pflege und frühzeitigen Maßnahmen lassen sich viele Beschwerden gut kontrollieren.

Ein häufiges Problem ist trockene Haut mit starkem Juckreiz. In leichteren Fällen helfen bereits rückfettende Cremes und antiallergische Medikamente. Wichtig ist dabei die Wahl geeigneter Wirkstoffe mit ausreichend langer Wirkung. Bei stärkeren Beschwerden können zusätzlich entzündungshemmende Cremes eingesetzt werden, die jedoch ärztlich begleitet werden sollten.

Typische Hautreaktionen früh erkennen

Besonders unter Immuntherapien, sogenannten Checkpoint-Inhibitoren, treten bei vielen Patient:innen Hautreaktionen auf. Diese zeigen sich oft schon wenige Wochen nach Beginn der Behandlung, können aber auch erst später entstehen. Neben unspezifischen Ausschlägen kann es zu Veränderungen wie einer Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) oder entzündlichen Hautreaktionen kommen.

Ein weiteres häufiges Beschwerdebild ist das sogenannte Hand-Fuß-Syndrom. Dabei kommt es zu Rötungen, Schwellungen und teilweise starken Schmerzen an Handflächen und Fußsohlen. Um dem vorzubeugen, sollten Druck und Reibung – etwa durch enge Schuhe – vermieden werden. Auch Hitze, häufiges Waschen oder der Kontakt mit reizenden Substanzen können die Symptome verstärken.

Was Sie selbst tun können

Eine konsequente Hautpflege spielt eine zentrale Rolle. Empfohlen werden pH-neutrale Reinigungsprodukte sowie feuchtigkeitsspendende Cremes, zum Beispiel mit Harnstoff. Diese sollten regelmäßig angewendet werden. Treten Hautveränderungen auf, ist es wichtig, frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen, um die Therapie individuell anzupassen.

Auch bestimmte Hautausschläge, etwa unter zielgerichteten Therapien, können ein Hinweis darauf sein, dass die Behandlung gut wirkt. Dennoch sollten diese Beschwerden ernst genommen und behandelt werden, um die Lebensqualität zu erhalten.

Weitere Informationen rund um das Thema Krebs finden Sie hier.

Maronde B., Hautschutz in der Krebstherapie, Urologie-Update-Seminar, 02.04.2026
https://www.medical-tribune.de 

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